Vogelblog

alles rund um Vögel

Vögel

Vögel gehören zum Stamm der Wirbeltiere und gelten in der Biologie als dessen vierte evolutionäre Stufe nach den Fischen, Amphibien und Reptilien. Es handelt sich meist um flugfähige Tiere mit einem charakteristischen Schnabel. Die Ornithologie – die wissenschaftliche Disziplin rund um Vögel – kennt auf ihrem heutigen Stand etwas über 10.000 unterschiedliche Vogelarten. Die Tiere leben auf allen Kontinenten und sind unter anderem als Haustiere beliebt.

Evolution der Vögel

Die ersten vogelähnlichen Tiere auf der Erde tauchten im Jura auf. Es handelte sich noch um reine Bodenbewohner, die allerdings schon den kennzeichnenden Schnabel hatten und je nach Art schon erste weitere vogelähnliche Eigenschaften entwickelten. Sie waren entweder Baumspringer oder Bodenläufer und konnten nicht fliegen. Das erste Bindeglied zwischen ihnen und den heutigen Vögeln war der Archaeopteryx, wobei sich die Wissenschaft nicht völlig einig darüber ist, ob es sich bei diesem tatsächlich um den Urvogel handelt. Fakt ist allerdings, dass er flugfähig war und ähnlich gebaute Flügel ausbildete, wie sie heute bei den meisten Flugvögeln zu finden sind. Vor etwa 115 Millionen Jahren entstand im heutigen China der Gansus yumenensis, der anders als seine Vorfahren keine Zähne, sondern einen typischen Schnabel hatte und ähnlich wie heutige Wasservögel lebte.

In der Kreidezeit, vor allem während des Übergangs zum Tertiär, kam es zu einem Massensterben unter den bis dahin entwickelten Vogelarten. Einige wenige überlebten und entwickelten sich danach weiter. Das Massensterben der älteren Arten bot allerdings auch vielen neuen Vögeln die Möglichkeit, sich ungehindert zu entwickeln. Zu den ausgestorbenen Vögeln gehörten vor allem landlebende Vögel, die vermutlich flugunfähig waren und auf dem Land als fleischfressende Räuber lebten. Heutige Vögel sind nicht mehr auf fleisch festgelegt sondern sie fressen verschiedenste Arten “Vogel Futter”.

Charakteristika der Vögel

Als Kennzeichen der Vögel gelten vor allem drei sichtbare Merkmale: Der Schnabel, die Flügel und die Federn. Sie sind jeder Art gemeinsam und gelten daher auch als Charakteristika der gesamten Tierklasse. Die individuelle Ausprägung dieser Merkmale ist allerdings sehr verschieden. Die in Europa beheimatete Amsel hat beispielsweise schwarze, einfarbige Federn und einen kleinen Schnabel, während der tropische Tukan schwarzweiß gefiedert ist und einen unverhältnismäßig großen, bunten Schnabel besitzt.

Weiterhin sind Vögel endotherme Lebewesen. Sie stellen im Sinne der Evolution die Übergangsstufe zwischen den wechselwarmen und den gleichwarmen Tieren her, weshalb sie Merkmale beider Klassen haben. Vögel können bereits eine gleichmäßige Körpertemperatur halten und gleichen damit den Säugetieren – allerdings pflanzen sie sich fort, indem sie Eier legen und ihre Nachkommen ausbrüten. Sie brüten vergleichsweise viele Nachkommen aus, umsorgen diese aber für lange Zeit und beschützen sie vor den Angriffen feindlicher Tiere – ihre Fortpflanzungsstrategie liegt ebenfalls zwischen der der kaltblütigen und warmblütigen Tiere.

Vögel als Haustiere

Einige Vogelarten eignen sich für die Haltung als Haustier. Es handelt sich dabei vor allem um Arten, die auch im Käfig ein glückliches Leben führen können, solange sie gelegentlich frei fliegen dürfen. Besonders bekannt sind der Wellensittich oder der meist charakteristisch gelbe Kanarienvogel. Beide gehören zu den kleineren Arten, die sich problemlos im Haus oder in einer größeren Wohnung halten lassen. Größere, anspruchsvolle Arten sind beispielsweise Papageien oder Nymphensittiche. Sie haben die besondere Eigenschaft, dass manche Individuen einzelne Wörter oder ganze Sätze nachsprechen können, da sie eine kräftige Zunge haben, mit der sie Worte bilden können. All diese Arten gehören zu den Vögeln, die als Begleiter vom Menschen gehalten werden. Daneben gibt es auch Hausvögel, die vor allem für den menschlichen Verzehr gedacht sind: Hühner, Gänse oder Puten gehören zu dieser Gruppe.

Vögel als Haustiere entwickeln selten eine enge Bindung an den Halter. Einige erkennen ihren Menschen zwar, zeigen aber kein Nähebedürfnis wie ein Hund oder eine Katze. Lediglich bei Papageien oder ähnlichen Arten kann es vorkommen, dass sich eine engere Verbindung zwischen Mensch und Vogel aufbaut.

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